Geschichten aus Traberdeutschland: "Drin das Teilchen......!"

Drin das Teilchen!“

 

So hieß es nach dem 6. Rennen am letzten Sonntag auf der Trabrennbahn in Mönchengladbach. Für 16 € Einsatz gab es knapp 550 € in der Zweierwette.

 

 

Mit 91 Jahren ist Siegfried Pelzer wohl einer der ältesten „Zocker“ auf Deutschlands Trabrennbahnen. Seit über 70 Jahren geht er regelmäßig auf die Trabrennbahn an der Niersbrücke. Wetten ist sein großes Hobby und so manche hohe Zweierwetten-Quote lässt ihn still vor sich hin schmunzeln. Er ist aber nicht nur auf seiner Heimatbahn zuhause. Seine Lieblingsbahnen waren die C-Bahnen in Karlsruhe und Saarbrücken. Auch den langen Weg nach Skive, ganz hoch im Norden von Dänemark, nahm er in Kauf, um sein Lieblingspferd Adam`s Peak in einem größeren Rennen laufen zu sehen.

Seinen Urlaub verbringt er mit Freunden und der Familie meistens in Schleswig-Holstein. Da werden die Jährlinge auf den Weiden begutachtet und so manch guter Trainertipp eingeholt. Und dann geht es natürlich auf die Bahn nach Bahrenfeld! Der Besuch bei Adam gehört auch dazu. „ Er hat sich so an meine grünen Äpfel gewöhnt“, verrät uns sein ältester Fan.

 

Mindestens einmal im Monat besucht er seinen betagten Traber-Wallach Farollino, um ihm sein Gnadenbrot mit Möhren zu verschönern.

Der gehört zur Familie und ist mit mir alt geworden. 31 Jahre ist er nun schon und wir werden es hoffentlich noch eine Weile miteinander aushalten.“

Die Höhen und Tiefen seines Lieblingssports lassen ihn immer wieder den Kopf schütteln. Wenn alle an einem Strick ziehen würden, ginge es auch wieder aufwärts. „Aber sie müssen sich beeilen, ich bin ja schon über neunzig und möchte das noch erleben!“

Auf jeden Fall geht er mit gutem Beispiel voran und sorgt mit seinen Wetten für den Bahnumsatz.

 

 

Auch wochentags findet man den „Trainer“ oder auch „Paps“ genannt in den Ställen. „Früher durfte ich nebenher viele gute Traber bei den bekanntesten Trainern trainieren, das hat mir immer viel Freude bereitet. Mit 80 Jahren hat es auch noch zum gemütlichen „Schrittfahren“ gereicht. Aber heute sollen die jungen Burschen mal machen!“

 

 

Hoffentlich hören wir noch viele Jahre „Drin das Teilchen“! Alles Gute und weiterhin viel Glück!